Wie hoch sollte dein Notgroschen wirklich sein?
Die meisten brauchen einen Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben — gerechnet auf das Nötigste, nicht auf den gesamten Konsum. Starte mit einem Polster von einem Monat und bau von dort aus weiter, je nachdem, wie sicher dein Einkommen ist. Halte das Geld getrennt und schnell verfügbar: nicht angelegt und nicht mit dem Alltagsgeld vermischt.
Die Faustregel
Der gängige Rat lautet: drei bis sechs Monatsausgaben — also der Betrag, der Miete, Essen, Fahrtkosten und Rechnungen deckt, wenn dein Einkommen plötzlich ausbleibt.
Gemeint sind die notwendigen Ausgaben, nicht dein komplettes Ausgabeverhalten. Rechne mit dem, was du wirklich zum Durchkommen bräuchtest — nicht mit deinem gewohnten Lebensstandard.
Wie viel du brauchst — je nach Lebenslage
| Deine Situation | Empfohlenes Polster |
|---|---|
| Festes Gehalt, zwei Einkommen | 3 Monate Grundausgaben |
| Ein Einkommen, sicherer Job | 4–5 Monate Grundausgaben |
| Selbstständig oder schwankendes Einkommen | 6+ Monate Grundausgaben |
| Kinder oder Immobilienkredit | Eher ans obere Ende halten |
So baust du ihn auf
- Rechne einen Monat Grundausgaben aus — das ist dein erstes Etappenziel.
- Richte einen festen Dauerauftrag zum Gehaltseingang ein, bis dieser eine Monat steht.
- Mach weiter bis zu deinem Zielbetrag und lenke die Rate danach auf andere Ziele um.
- Fülle ihn wieder auf, sobald du ihn angebrochen hast.
Wo du ihn aufbewahrst
- Auf einem separaten Tagesgeldkonto mit täglicher Verfügbarkeit — nicht auf dem Girokonto.
- Nicht in Aktien oder Fonds: Der Betrag soll stabil bleiben und kurzfristig verfügbar sein.
- Außer Sichtweite des Alltagsgeldes, damit die Versuchung gar nicht erst aufkommt.
Finanziere ihn aus deinem Spielraum
Power Gap macht den Aufbau eines Polsters sichtbar: Die App zeigt dir, wie viel du noch ausgeben kannst — und das Geld, das du nicht ausgibst, kann direkt in deinen Notgroschen fließen. Privat, ohne Bank-Login, auf deinem iPhone.